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E=mxc²  *2002

oder


Die Schönheit der Stille in einer lauten Zeit  


(2. Teil der Trilogie: "die andere seite")
 

Projektbeschreibung


Im Jahr 2001 fand der 1. Teil der Trilogie "die andere seite" in Zusammenarbeit zwischen insgesamt 24 MalerInnen und LiteratInnen aus Berlin, Nord- und Südtirol statt. Grundlage der Arbeiten zum Projekt war der gleichnamige Roman des österreichischen Zeichners und Malers Alfred Kubin, eine Metapher über Oberflächlichkeit und Scheinwelten. Zehn Tage lang wurde in der künstlerischen Denkwerkstatt in den Bergen, dem FREISTAAT BURGSTEIN zum Thema gearbeitet.

Im Anschluss daran gestalteten die KünstlerInnen auf Einladung des Südtiroler Künstlerbundes in Bozen und des Vereines Kleiner Kunstpalast in Meran unter dem Motto "DENKart" sämtliche Litfass-Säulen der Passerstadt. Ein wesentlicher inhaltlicher Schwerpunkt im Jahr 2001 bildete der aufkeimende Rechtsradikalismus und das Entgegenwirken gegen diese Strömung mit künstlerischen Statements und Mitteln. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden bisher in sechs Ausstellungen präsentiert und sind in zwei Videodokumentationen (von Magdalena Kauz, CH und Franz Haller, Südtirol/I) sowie einer Buchdokumentation zusammengefasst.

 

Im Jahr 2002...


...wird die künstlerische Denkwerkstatt in den Bergen und Künstler-Gruppe "Freistaat Burgstein" das Projekt auf zwei Ebenen in Nordtirol und Südtirol angehen.  

Diese sehen in der ersten Ebene die Hinterfragung gegensätzlicher sozialer und gesellschaftspolitischer Entwicklungen vor. Durch philosophische aber auch realpolitische Fragestellungen bei Referaten und Diskussionen soll versucht werden, mit künstlerischen Mitteln Zukunftsszenarios zu entwerfen.

Die zweite Phase beinhaltet eine Bestandsaufnahme von mit dem Thema zusammenhängenden lokale/regionale Prozesse und Mechanismen sowie der Betrachtung und Aufarbeitung derselben durch künstlerische (literarisch/bildnerische) Ausdrucksformen.  Die gegenwärtige Situation eines ländlichen Raumes (am Beispiel Ötztal) wird der eines urbanen Raumes (Stadt Meran) gegenübergestellt.

KünstlerInnen arbeiten vom 7. bis 14. Juli 2002 in der künstlerischen Denkwerkstatt am Burgstein zum Thema. Diese Arbeit wird durch Referate und Filmdokumentationen ("Die Bettlektüre" und "Purismus") vorbereitet, begleitet und im Rahmen von Diskussionen ständig hinterfragt. Während der Aktionswoche sind die KünstlerInnen aufgerufen, ihre Standpunkte durch Performances, bildnerische und literarische Darstellungen u. dgl. kundzutun. Die entstandenen Arbeiten werden bei verschiedenen Ausstellungen präsentiert. Ein wichtiger Aspekt der Veranstaltungen ist die Einbindung der Öffentlichkeit ("Musik in der Stille" in der Pestkapelle Längenfeld, Filme im Mesnerhaus, Ausstellungen in der "Museumsgalerie" in Mieming, der "Kichplatz´l Galeriewand", der "Galerie im Mesnerhaus" in Längenfeld, der Galerie "art dependent" und der Galerie "Kleiner Kunstpalast" in Meran, Referate und Diskussionen im Gasthaus Schöne Aussicht, Aktionen und Performances am Areal und im alten Volksschulgebäude von Burgstein). Die Reaktionen des Publikums sollten von den KünstlerInnen in die Arbeiten miteinbezogen werden und sind daher ein wichtiger Teil des Projektes.  

Ab 14. Juli 2002 die Weiterführung des Projektes in Meran/Südtirol geplant (Konzept des Vereines "Kleiner Kunstpalast", Meran in Zusammenarbeit mit Südtiroler Künstlerbund, Bozen).


Kurzbeschreibung dieses in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Künstlerbund, Bozen & dem Verein "Kleiner Kunstpalast" stattfindenden Projektes.

Dieses Kunstprojekt soll mit dazu beitragen, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit in einem Europa der Regionen und Kulturräume in Zukunft selbstverständlich sein wird. So ist dieses auch als eine Art AKTIONSRADIUS KUNST zu sehen.

Die Vorbereitungen zu den Aktionen in Meran zum Projekt "E=mxc² oder Die Schönheit der Stille in einer lauten Zeit" finden im Freistaat Burgstein im Tiroler Ötztal statt.

Fünf KünstlerInnen aus Frankreich, fünf KünstlerInnen aus Wien, fünf KünstlerInnen aus Südtirol & ebenso viele aus Nordtirol arbeiten dort unter Einbezug von ReferentInnen zum Thema. Am 14. Juli übersiedeln die KünstlerInnen von Burgstein nach Meran und arbeiten bis 21. Juli 2002  in der Passerstadt auf den Grundlagen der Vorbereitungen im Ötztal weiter.

Als Fortsetzung der im Vorjahr erfolgreich durchgeführten Aktionen um die Litfass-Säulen in Meran ("die andere seite - Schatten & LICHT") ist für 2002 die Konzeption einer rollenden Galerie geplant. Die KünstlerInnen setzen ihre Ideen auf 4 x 2 m großen Flächen um. Diese werden in Zeltform auf einen fahrbaren Untersatz montiert und unter dem Motto "Kunst im öffentlichen Raum" auf Plätzen und Strassen in Meran präsentiert (Idee: Hermann Permann, Bozen). Durch begleitende Aktionen und Performances sowie Ausstellungen wird ein auf das Thema bezogene Szenario realer (und schon gewohnten) Alltagsabläufen entworfen und dieses künstlerisch artikulierten Visionen gegenübergestellt.

Während des Projektes in Meran findet das  1. Meraner KUNST(Steit)GESPRÄCH mit Prof. Dr.med. Dr.rer.nat h.c. Valentino Braitenberg vom Max Planck Institut in Tübingen statt

Symposium


06.07.  - Ende 08.2002
Burgstein, Längenfeld, Mieming, Meran


Amtsblatt  




Ausstellungen:
  • Sonntag. 14. Juli 2002  
    15:00 Uhr: Ausstellungseröffnung in der „Museumsgalerie“ in Mieming.
    Eröffnung durch Dr. Jean Louis Poitevin, Direktor des Französischen Kulturinstituts Schlussresümee Burgstein, Abreise der Gruppe nach Meran/Südtirol
  • Sonntag, 4. August 2002  
    Beginn der Ausstellungen „Freistaat Burgstein die Fünfte“ in der Galerie im Mesnerhaus und der Kirchplatztl Galeriewand in Längenfeld
  • Ende August 2002
    Finisagen in Meran/Südtirol



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