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kunstWERKwasser  *2003

eine Auseinandersetzung mit dem "Mythos Wasser" und der "Mystik des Wassers"



Das Jahre 2003 wurde von der UNO als das "Jahr des Wassers" ausgerufen. An wenigen Plätzen dieser Erde ist die Auseinandersetzung mit dem Thema "Wasser" so naheliegend wie im Tiroler Ötztal. Schattenseiten und Segen wechseln seit Jahrhunderten und haben die Natur und die Menschen geprägt. Dieses Tal ist mit Gedeih und Verderb mit dem "Wasser" verbunden. Ausbrechende Gletscherseen haben auf der einen Seite Zerstörung und Verwüstung gebracht, andererseits ist "Wasser" in seinen vielfältigen Formungen auch Grundlage des existenziellen Lebens.

Schon seit frühester Zeit gehört das WASSER als eines der vier Urelemente zum grundlegenden Bauplan der Welt. Ein Leben ohne Wasser ist nicht möglich und das Nachdenken über das Wasser ist immer auch ein Streifzug durch die Geschichte der Kulturen und Religionen. Im Wasser spiegelt sich das Licht, die Welt und wir selbst. Wer über Wasser nachdenkt, denkt auch über sich selbst nach. Goethe schrieb: "Des Menschen Seele gleicht dem Wasser".
(Kaspar/Poritzka aus: "Wasser ist Leben")



In der Vergangenheit wurden von den Menschen an den Ufern der Flüsse, vor allem an ihren Ursprüngen, den erdgeborenen Quellen, kultische und feierliche Handlungen vorgenommen. Die Verbindung Mensch - Wasser wurde stets in verschiedenen Ritualen zum Ausdruck gebracht.

Die kultische Verehrung des Wassers, wie sie unseren Vorfahren eigen war, hat in unserer rationalen Welt kaum mehr Platz. Doch verbirgt sich um das Wasser nach wie vor die Mystik dieser Vergangenheit und übt auch in der Gegenwart eine besondere Faszination auf alle Lebensformen aus. Wasser ist ein vertrautes Mysterium und ein sinnliches, musikalisches Element, verbunden mit der Welt der Träume und des Unterbewussten.
 
 

Programm der künstlerischen Denkwerkstatt


Freiheit & Zwang - die Sprache des Wassers
vom 28.6. - 26.7.2003 in Längenfeld, Burgstein, Huben, Balatongyörök/Plattensee/Ungarn, Mieming und Meran

 
"Freiheit & Zwang" ist nach "Schatten & Licht" sowie "Stille & Lärm" der dritte Teil der Trilogie "die andere seite" (basierend auf den Roman des österreichischen Zeichners und Malers Alfred Kubin) und dient als Grundriss der prozessorientierten Annäherung.

Samstag, 28.06.
gemeinsame Fahrt nach Ungarn

Sonntag, 29.06.
Kennenlernen der TeilnehmerInnen, Akklimatisierung
Kontakt mit ungarischen KünstlerInnen
Einstiegsreferat "Die Sprache des Wassers" - Hermann Lunger, Wasservisionär, Tirol

Montag, 30.06.
Einstieg mit Film "Wasser - Begegnung mit einem Phänomen"
"Wasser-Klang-Bilder" des Forschers und Philosophen Alexander Lauterwasser  Beginn der Arbeiten

Dienstag, 1.7.
Film "Wasser - Begegnung mit einem Phänomen"
Der Wasserzauberer Viktor Schauberger,
Pionier der ganzheitlichen Naturbeobachtung»
von Jörg Schauberger
Fortsetzung der Arbeiten

Ich betrachte das Wasser als das Blut der Erde.
In ihm herrscht zwar nicht der haargenau gleiche Vorgang wie in unserem Blute vor, jedoch ein sehr ähnlicher. Er gibt dem Wasser seine Bewegung. Ich möchte diese innere Bewegungsart, die Ursache aller körperlichen Bewegungsmöglichkeiten, mit einer aufblühenden Blütenknospe vergleichen.  Bei ihrer Entfaltung baut sie einen kelchartigen Blütenkranz auf,  in dessen Mitte der Blütenstengel und an seiner Spitze das eigentliche Bewegungsgeheimnis, das Leben im statu nascendi,  in Gestalt einer konzentrierten Bewegung steht.                      
Viktor Schauberger

Mittwoch, 2.7.
Film "Wasser - Begegnung mit einem Phänomen"
«Begegnung mit dem Wasser» von Almut Kowalski-Plouda.
Literatur zum Thema Wasser, Statements der teilnehmenden LiteratInnen
Fortsetzung der Arbeiten

Donnerstag, 3.7.
Referat "Die Situation der ungarischen KünstlerInnen
und Möglichkeiten des internationalen Austausches"
Fortsetzung der Arbeiten und Begegnung mit ungarischen KünstlerInnen

Freitag, 4.7.
Fortsetzung der Arbeiten
Besuch von Ausstellungen zum Thema "Wasser"
Open House mit verschiedenen Aktionen,
Vorstellung der Arbeiten der Künstlergruppe "Freistaat Burgstein"

Samstag, 5.7.
gemeinsame Fahrt nach Burgstein

Sonntag, 6.7.
Akklimatisierung am Burgstein

Montag, 7.7.
Referat "Wasserfrauen" - Karin Liebhart, Wissenschafterin, Wien
Diplomstudium Politikwissenschaft/ Ethnologie an der Universität Wien, Doktoratsstudium Politikwissenschaft an der Universität Wien, Post graduate Studium am Institut für Höhere Studien und Wissenschaftliche Forschung, Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte: Politische Kulturen, Politische Mythen/ Symbole/ Rituale, Politisches Gedächtnis, nationale und kulturelle Identitäten, Politische Systeme, Qualitative Forschungsmethoden. Die Verbindung des Bildes der Frau mit dem Element Wasser und der Mythos der Wasserfrau finden sich in Musik  Literatur und Malerei ebenso wie in aktuellen Reinterpretationen in Spielfilmen, Comics und der Werbung. In der Begegnung zwischen Mensch/Mann und Wasserwesen/Frau erfolgt eine klare Zuweisung: Kultur versus Natur.

Beginn der Arbeiten am Burgstein

Dienstag, 8.7.
Referat: "Die Kraft des Wassers" - Christian Lunger, Wasserexperte, Klosterneuburg Studium der internationalen Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck & Birmingham. Mehrjährige Tätigkeit bei der Österreich Werbung. Leiter des Clustermanagements "Wellbeeing" und Fachmann für Schlüsselprojekte "Wasser". Freiberuflicher Literat.
Fortsetzung der Arbeiten

Mittwoch, 9.7.
"Geschichte aufkochen - Wasser als Lebens-Mittel" - Martin Marberger, Tirol - seit 1989 Organisator und Aktivist verschiedener Kulturprojekte mit dem Titel "Geschichte aufkochen". Praktisches Arbeiten zum Thema (in Zusammenarbeit mit der Gastronomie Längenfeld)
Fortsetzung der Arbeiten

Donnerstag, 10.7.
"Ort kultureller Abenteuer", Besuch des alten "Längenfelder Badl" (Naturtherme) Kunstaktionen zum Thema
Fortsetzung der Arbeiten

Ausstellungseröffnung
Thomas und Michael Defner in der Galerie im "Ötztaler Heimatmuseum" (Ötztaler Heimatverein) und "Galerie im Mesnerhaus", Längenfeld

Freitag, 11.7.
"Wassergeschichten" - Hubert Maurer , Tirol
Erzählungen, alte Bräuche mit und um das Wasser
Fortsetzung der Arbeiten

"Zwanglos" - Konzert mit Tyroll@die Helden der Nacht im Peppas Pub in Huben

volksmusik, die auf alten musikalischen wurzeln basiert, jedoch durchsetzt ist mit elementen der weltmusik. diesen weg beschreiten die "Helden der Nacht", eine gruppe exzellenter, junger musiker aus tirol. ihre musik wurzelt in der tradition der überlieferten alpenländischen volksmusik, ist jedoch mit modernen einflüssen (rock, blues, pop,...) durchsetzt.

während die musikarrangements ganz bewusst in eine zeitgemäße hörbarkeit verändert wurden, blieb die originalität der melodie und der texte zur gänze oder nur geringfügig verändert erhalten. die frische und manchmal sogar freche, dann wieder humorvolle oder melancholische interpretation der "alten lieder" im "neuen gewand" bereitet ein wirkliches hörvergnügen. man spürt den respekt der musiker vor dem volksliedgut und freut sich über die ehrlichkeit, mit der sie die lieder in ihrer eigenen vorstellung interpretieren. sie treffen damit sowohl den nerv jenen teil des publikums, das nostalgische rückblicke liebt und bemühen sich auch ein, bisher der volksmusik eher skeptisch gegenüberstehendes, vorwiegend jüngeres publikum zu erreichen. auch der teil der eigenkompositionen hat qualität und bildet eine interessante ergänzung zum "originalprogramm".

Samstag, 12.7.
Abschluss der Arbeiten, Aufbau der Ausstellung in Mieming

Sonntag, 13.7.
Eröffnung der Ausstellung
"Burgstein die 9te" Museumsgalerie Mieming

Freitag, 25.7.
Eröffnung der Ausstellung
"Burgstein die 9te" Galerie art dependent, Meran



"kunstWERKwasser - Nachrichten vom blauen Planeten – ein Wasserfest"
Samstag, 21. Juni 2003 – Naturthermenpark Längenfeld– Beginn 20.15h
 
eine Inszenierung über das, mit dem & vom Wasser.
Performances & Multimedia & Musik & Show & Kinder & Literatur

musikalisches Programm des SBO Ötztal
(Symphonisches Blasorchester)

"Aquarellius" – Ausschnitte
aus der Musicalproduktion
der Hauptschule Längenfeld.

Lieder von der Quelle,
vom Bach und vom See mit dem Fischbachchor

"Gletscher in der Oper"
Multimedia mit Ausschnitten aus den Opern
La Wally von Alfredo Catalani, Jonny spielt auf von Ernst Krenek,
Elegie für junge Liebende von Hans Werner Henze. Moderation: Hans Haid

Dreimal handeln, soweit bekannt ist, Teile von Opern in der Gletscherwelt der Alpen. Zweimal ist die Lokalität fixierbar und zwar am Marzellferner mit dem Similaun in den Ötztaler Alpen.
Der Gletscher ist faszinierender Ort der Kontraste, Schauplatz des Grauens und der Verzweiflung, aber auch die Stätte der "Saligen" und des Totenheeres, Ort der Läuterung und der Erlösung. Der Gletscher ist "Anderswelt" (aus: Hans Haid, Ötztaler Lesebuch)
 
Show/Performance "Wasser & Feuer" durch Spielvolk
"das Wasser - von der Quelle bis zum See – eine Bilderreise"
Bernhard Berger, Kultur-, Landschafts- und Bergfotograf, fotografischer Begleiter zahlreicher Filme, u.a. Die Freiheit des Adlers, Schwabenkinder, Gefährliche Gefühle.

Ausklang – Kinder - Video- und Wortpräsentation "Wasser, water, Aqua, Wosa...."  Musik aus Zarathustra

Die Moderation der Veranstaltung erfolgt durch Klaus Horst vom ORF Tirol



 

Symposium


28.06  - 26.07.2003
Längenfeld, Burgstein, Huben, Balatongyörök/Plattensee/Ungarn, Mieming und Meran


Für den Menschen in Bewegung ist das Wasser Geschichte.
Für den Menschen als Volk ist das Wasser die Welt.
Für den Menschen der lebt ist das Wasser Leben.
(El hombre y el agua Joan Manuel Serrat)



Was bewunderte Bloom, der Wasserfreund, der Wasserzapfer, der Wasserträger am Wasser, während er zur Feuerstelle zurückkehrte? SEINE UNIVERSALITÄT!
(Zwischenruf aus „Ulysses“ von James Joyce)



Amtsblatt




Ausstellungen:
  • Donnerstag, 10.7.
    Galerie im Mesnerhaus
  • Sonntag, 13.7.
    "Burgstein die 9te" Museumsgalerie Mieming
  • Freitag, 25.7.
    "Burgstein die 9te" Galerie art dependent, Meran



Links


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www.laengenfeld.at 
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