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Freistaat Burgstein Symposium 2012
MISCHMASCHINE am horizont im alpenland

Freistaat Burgstein ist eine künstlerische Denkwerkstatt in den Bergen mit dem Ziel KünstlerInnen verschiedener Kunstsparten und aus verschiedenen Kulturkreisen zueinander zu bringen und miteinander arbeiten zu lassen. Freistaat Burgstein will Netzwerke knüpfen zwischen KünstlerInnen und Kulturschaffenden aus unterschiedlichen Regionen, zwischen bildenden KünstlerInnen und LiteratInnen, zwischen Kulturvereinen und Künstlergruppen. Freistaat Burgstein soll ein Experimentierraum für KünstlerInnen und Künstler sein. Eine Möglichkeit gemeinsam Projekte zu entwickeln und in einem ungewöhnlichen Rahmen künstlerisch zu arbeiten. In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dass das Symposium für die teilnehmenden KünstlerInnen einen guten Rahmen bildet, um die Vernetzungen auszubauen.

Das Symposium 2012 findet vom 15. bis 22. Juli in Gries im Sulztal oberhalb von Längenfeld statt. In Zusammenarbeit mit dem eingeladenen KünstlerInnen knüpft das Projekt an das bewährte Symposiumskonzept der Vorjahre an, mit dem sich der Freistaat Burgstein auf der Grundlage kontinuierlicher Arbeit und interessanten und unkonventionellen Programmen einen guten Ruf im Kulturgeschehen erworben hat. Vor allem die Zusammenarbeit mit verschiedenen KünstlerInnengruppen und Kulturvereinen trug und trägt dazu bei, dass die internationale Wertigkeit dieses Kunstprojektes ständig zunimmt. Weitere Aktionen folgen im Laufe des Jahres.


AMTSBLATT 45-46
Ist Wahrheit DADA oder Dichtung?
Als TIROL vor 90 Jahren auch DADA war.
Eine gemeinsame Spurensuche.

Im Juli 1921 erhielt Max Ernst, der sich im Gasthaus Sonne in Tarrenz/Tirol aufhielt, ein Telegramm aus Umhausen/Ötztal mit dem Text: „Zimmer Montag Nachmittag. ALFTREAS“. Der Buchautor Raoul Schrott vermutet -wie er in seiner musikalischen Fischsuppe mit Reiseeindrücken „DADA 21/22“ anführt- dass es sich bei diesem Unterschriftkürzel um die DADAisten ALFred Gruenwald (Anm.: Mitbegründer der Kölner Dadagruppe) und Leo anDREAS Reuver handelt, die sich zu der Zeit im Ötztal aufhielten.
Die künstlerische Denkwerkstatt Freistaat Burgstein will mit dem Projekt „Ist Wahrheit DADA oder Dichtung?“ versuchen, die Verkündigung von Francis Picaba „Vom Ende des DADAismus“ und Tristan Tzaras am 25.9.1922 gehaltene „Grabrede auf DADA“ zu widerlegen und sich auf Spurensuche nach den damaligen und folgenden Geschehnissen im regionalen Umfeld begeben. Wir sind überzeugt: DADA ist zeitlos! Freistaat Burgstein ist überall.