Don Quichote und der
(Über)Mut der Träumer *2008
Zeichen setzen, Spuren hinterlassen
Dokumentation des Kunstprojekts 2008
Über 300 Künstler und Künstlerinnen aus dem gesamten europäischen Raum sowie aus den USA waren bis heute im Bergdorf Burgstein im Ötztal und in benachbarten Orten zu Gast und haben gemeinsam an verschiedenen Themenstellungen gearbeitet.Ein Schwerpunkt der Gruppe ist es u.a., Brücken der Zusammenarbeit mit KünstlerInnen aus verschiedenen Ländern zu bauen, indem reative aus einem Gastland Jahr für Jahr zu Gast im Ötztal sind und anschließend dann gemeinsam in diesem Gastland gearbeitet wird. Bisher im umgrenzenden Ausland von Österreich: Tschechien, Ungarn, Italien. Im heurigen Jahr sollten beim Projekt "Don Quichote und der (Über)Mut der Träumer" nationale Kontakte wieder verstärkt werden. Die Kooperation zwischen KünstlerInnen aus Wien und Tirol wurde schon in den letzten Jahren intensiv gepfl egt. Der Plan für das Sommerprojekt im Jahr 2008 war es die künstlerische Zusammenarbeit mit LiteratInnen und bildenden KünstlerInnen aus Kärnten zu intensivieren um einen Bogen über das Land Österreich und die Grenzländer zu spannen.
Starke Vernetzungen zwischen den natürlich gegebenen Gemeinsamkeiten der Alpenländer Tirol, Südtirol und Kärnten sollten auf künstlerischer Ebene intensiviert und präsentiert werden. Die zunehmende wirtschaftliche Verfl echtung der europäischen Regionen legt nahe, dass es auch auf künstlerischen und kulturellen Ebenen immer relevanter wird diese Verknüpfungen und Beziehungen zu thematisieren. Diese Thematisierung führt zu einer identitätsstiftenden Auseinandersetzung. Menschen mit kreativen Gedanken wurden zusammengebracht. Auf diesen Bindungen können Modelle für die Nutzung des kreativen Potentials verschiedener österreichischer Regionen im vereinten Europa mit all ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten aufbauen.
Über öffentliche Ausstellungen, Lesungen, Kunst im öffentlichen Raum, Performances, Diskussionen und Veröffentlichungen wurde und wird diese künstlerische Auseinandersetzung für die Menschen in den
Regionen erlebbar und nachvollziehbar gemacht. Konkrete Auseinandersetzung mit den örtlichen Gegebenheiten und die künstlerische Bearbeitung derselben ist ein wichtiger Schwerpunkt im Konzept des Freistaat Burgstein. Freistaat Burgstein will aufzeigen, dass Kunst überall passieren kann, wo kreative Menschen agieren. Idee und Motivation zur Gründung der künstlerischen Denkwerkstatt und KünstlerInnengruppe Freistaat Burgstein im Jahre 1995 war es, einen Versuch zu wagen, Wege "vom Individualismus zum Kollektiv und wieder zurück" zu erproben und eine Plattform für junge KünstlerInnen im Zusammenspiel mit etablierten KünstlerInnen zu schaffen. Das heißt: Der Fokus des Freistaats Burgstein liegt auf der Förderung junger Kunstschaffender in der Zusammenarbeit mit renommierten, in der Kunstszene anerkannten LiteratInnen und bildenden KünstlerInnen.
Die Auswahl der KünstlerInnen erfolgt in Zusammenarbeit mit Kunsthochschulen und Universitäten, über Empfehlungen von in der Szene relevanten Vereinen und Institutionen (IG Autorinnen und Autoren, IG Kultur, Internationales Dialektinstitut, u.a.) und über die Netzwerke von KünstlerInnen, die schon im Freistaat Burgstein gearbeitet haben, oder diesem Projekt positiv gegenüberstehen.
Im Jahr 2008 wurden MalerInnen und LiteratInnen aus verschiedenen Ländern (Österreich, Italien, Deutschland, Slowenien) eingeladen, eine Woche lang gemeinsam am Burgstein/Tirol und anschließend in St. Kanzian am Klopeinersee/ Kärnten zum Thema "Don Quichote und der (Über)Mut der Träumer. Zeichen setzen, Spuren hinterlassen" zu arbeiten.
Andrea und Florentine Prantl
















Amtsblatt 40 (11,06 MB)